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Emilie Pine "Botschaften an mich selbst"


Dies ist ein Buch, das so recht zum Jahresabschluss passt.

 

Diese so individuellen „Botschaften an mich selbst“ sind Botschaften an uns alle.

 

Sehr schmerzvolle, lehrreiche Momente. Schonungslos. 

 

Vielleicht zu viel für ein Leben. Aber wir teilen sie. Irgendwie.


Ein Teil von mir ist immer noch fünf Jahre alt. (S. 115)

Emilie Pine "Botschaften an mich selbst"
Emilie Pine "Botschaften an mich selbst"

Es geht um Krankheit, um Tochter-Mutter-Vater-Beziehungen, um das Schwesternsein, um das Nicht-Schwanger-Werden-Können, um Verlust, um das Wegschweigen, um das Hungern, um das Weglaufen, um ‚Unverwundbarkeit‘, um das Sich-Wertlos-Fühlen, um das Sich-Einigeln, um Außenseitertum, das Alleinsein, um Einsamkeit und um das Sich-Selbst-Finden, um das Dazugehören-Wollen, um Ängste, um Depression, um Empathie, es geht um Missbrauch, Sexismus, Feminismus, um Misogynie, um Alkohol, Drogen, es geht um das Bluten, um Behaarung, um das Frausein…

 

Es geht um das Aushalten-Können. Was manchmal nicht auszuhalten scheint.

 

Es geht um das Leben. Und die Liebe.

 

Und auch, wenn es Frau Pine nie so direkt ausspricht: Es geht um Verzeihen.

 

„Botschaften an mich selbst“.  

 

Unbedingt lesen!


Emilie Pine ist Associated Professor für Modernes Drama an der School of English, Drama and Film am University College Dublin. Ihre zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen wurden vielfach ausgezeichnet. "Botschaften an mich selbst" ist ihre erste Sammlung von Essays, die international euphorisch gefeiert und unter anderem mit dem "Irish Book of the Year"-Award ausgezeichnet wurden.


Emilie Pine, Botschaften an mich selbst, Essays, Aus dem Englischen von Cornelia Röser, btb Verlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, 2. Auflage 2019, 220 Seiten, ISBN 978 3 442 75 888 3

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